Digitale Pflegeanwendungen: Eine Revolution in der Pflege

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Die Digitalisierung hat Einzug in alle Lebensbereiche gehalten, und die Pflege bildet da keine Ausnahme. Digitale Helfer, in Form von Apps, sind zu einem wichtigen Bestandteil der häuslichen und stationären Pflege geworden. Diese Anwendungen versprechen Entlastung, Stärkung und Verbesserung in verschiedenen Pflegebereichen. In diesem Artikel werden wir einen umfassenden Einblick in die Welt der digitalen Pflegeanwendungen geben und ihre Vor- und Nachteile beleuchten.

Die Vielfalt der digitalen Helfer

Zu den bekanntesten digitalen Pflegeanwendungen (DiPA) und digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) gehören sicherlich diejenigen, die auf ärztliche Verschreibung hin verwendet werden. Diese Apps unterstützen die Überwachung des Gesundheitszustands, helfen bei der Symptomerfassung und tragen zur Gesundheitserhaltung bei. Ein gutes Beispiel hierfür sind Apps, die an die pünktliche Medikamenteneinnahme erinnern. Die Kosten für diese DiGAs werden in der Regel von den Krankenkassen vollständig übernommen.

Digitale Pflegeanwendungen: Ein Segen für Pflegebedürftige und Angehörige

Digitale Pflegeanwendungen, oder kurz DiPAs, sind speziell auf Pflegebedürftige oder deren pflegende Angehörige ausgerichtet. Die gesetzliche Grundlage für diese Anwendungen wurde erst am 01.01.2022 geschaffen. Bevor eine browserbasierte Anwendung oder App von der Pflegekasse zugelassen wird, unterzieht sie sich strengen Tests. Wenn diese Tests erfolgreich verlaufen, kann die App ohne ärztliches Rezept beantragt werden. Im Falle der Bewilligung übernimmt die Pflegekasse monatliche Kosten von bis zu 50 Euro.

Vor- und Nachteile digitaler Pflegeanwendungen

Vorteile:

  • Mögliche Entlastung bei der Pflege
  • Geprüfte Anwendungen
  • Kostenübernahme durch die Pflegekasse
  • Wachsende Auswahl

Nachteile:

  • Bürokratischer Aufwand bei der Antragsstellung
  • Noch begrenzte Auswahl
  • Nicht alle Anwendungen sind gut bekannt

Unabhängige und ungeprüfte Apps

Neben den geprüften DiPAs und DiGAs gibt es eine Vielzahl unabhängiger Apps, die in verschiedenen Ländern zugelassen sind und unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten. Diese Apps sind oft schnell verfügbar, häufig kostenlos und bieten innovative Ansätze. Sie können in App-Stores Erfahrungsberichte von anderen Nutzern finden, was die Auswahl erleichtert.

Vor- und Nachteile unabhängiger und ungeprüfter Apps

Vorteile:

  • Schnelle Verfügbarkeit
  • Oft kostenlos
  • Innovative Ansätze
  • Große Auswahl

Nachteile:

  • Keine geprüfte Wirksamkeit
  • Mangelnde Transparenz im Datenschutz
  • Finanzierung durch Werbung
  • Support kann jederzeit eingestellt werden
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Nutzen digitaler Anwendungen in der Pflege

Die Pflege stellt Pflegebedürftige und pflegende Angehörige vor vielfältige Herausforderungen. Entwickler haben für unterschiedliche Bereiche Lösungen entwickelt, die das Leben der Betroffenen verbessern können.

Mehr Lebensqualität für Pflegebedürftige

Einige Menschen leiden aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit oder eingeschränkter Mobilität an eingeschränkter Lebensqualität. Andere möchten ihre körperliche und geistige Gesundheit stärken, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern. In diesem Zusammenhang spielt die virtuelle Realität (VR) eine bemerkenswerte Rolle.

Granny Vision: Ein Blick ins Grüne

Granny Vision ist eine VR-Anwendung, die älteren Menschen und Pflegebedürftigen ein einzigartiges Erlebnis bietet. Mit VR-Brillen können sie virtuell an Ausflügen teilnehmen und an Erlebnissen teilhaben, die ihnen aufgrund ihres Gesundheitszustands verwehrt bleiben. Diese Erfahrungen fördern die Freude und lösen Erinnerungen aus, die zu Gesprächen zwischen Pflegenden und Pflegebedürftigen führen.

Granny Vision ermöglicht nicht nur Reisen, sondern auch den Genuss von klassischen Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen. Darüber hinaus bietet die Anwendung Atem- und Entspannungsübungen sowie kognitive Spiele. Granny Vision bereichert das Leben von Pflegebedürftigen auf vielfältige Weise und verändert die Art und Weise, wie sie ihre Zeit verbringen.

DigiRehab: Für mehr Selbstständigkeit

Die Gründer von DigiRehab haben zwei Anwendungen entwickelt, die auf Senioren und Menschen mit Pflegebedarf abzielen: DigiPrevention und DigiCare. DigiPrevention zielt darauf ab, Senioren im Alltag fit zu halten und ihre Fähigkeiten zu erhalten oder wiederherzustellen. Mit einfachen Übungen wird die körperliche Fitness verbessert und gezeigt, wie Alltagsaufgaben leichter bewältigt werden können.

DigiCare konzentriert sich auf Personen mit Pflegebedarf und zielt darauf ab, Fähigkeiten wiederherzustellen oder zu erhalten. Individuelle Trainingspläne werden anhand einer KI-basierten Software erstellt, und ein Screening kann von Pflegepersonal oder pflegenden Angehörigen durchgeführt werden. Das Training erfolgt zweimal wöchentlich und dauert jeweils 20 Minuten. Die Ergebnisse werden im Portal gesichert, um den Fortschritt zu verfolgen und die Motivation aufrechtzuerhalten.

Häufige Fragen zu Digitalen Pflegeanwendungen

Was sind Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)?

Digitale Pflegeanwendungen sind Anwendungen, die dazu dienen, die Pflege und Betreuung von Pflegebedürftigen zu unterstützen und zu verbessern. Sie können dazu beitragen, die Selbständigkeit der Pflegebedürftigen zu erhöhen und die Verschlimmerung ihrer Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken. DiPAs können verschiedene Funktionen erfüllen, von der Medikamentenverwaltung bis zur Förderung körperlicher Fitness.

Wie funktionieren DiPAs?

DiPAs sind in der Regel Apps, die auf Smartphones oder Tablets installiert werden. Sie können Pflegebedürftigen und deren Angehörigen helfen, den Überblick über Medikamenteneinnahmen zu behalten, Übungen zur Steigerung der körperlichen Fitness durchzuführen oder Erinnerungen an wichtige Termine zu erhalten. Diese Anwendungen nutzen die Leistungsfähigkeit von digitalen Geräten, um die Pflege zu erleichtern.

Welche Vorteile bieten DiPAs?

DiPAs können Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eine Vielzahl von Vorteilen bieten. Dazu gehören eine bessere Medikamentenverwaltung, die Förderung der Selbstständigkeit und eine verbesserte Lebensqualität. Einige DiPAs werden von Krankenkassen finanziell unterstützt, was die Kosten für die Nutzung reduzieren kann.

Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung von DiPAs?

Es gibt in der Regel keine Beschränkungen für die Nutzung von DiPAs. Pflegebedürftige können mehrere Anwendungen gleichzeitig verwenden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle DiPAs von Krankenkassen finanziell unterstützt werden, und die Auswahl an verfügbaren Anwendungen kann je nach Region variieren.

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Wie beantrage ich eine DiPA?

Um eine DiPA zu beantragen, müssen Pflegebedürftige oder deren Angehörige in der Regel Kontakt mit ihrer Pflegekasse aufnehmen. Die genauen Schritte können je nach Kasse variieren, daher ist es ratsam, sich direkt an die Pflegekasse zu wenden, um Informationen zur Antragsstellung zu erhalten.

Fazit Digitale Pflegeanwendungen

Digitale Pflegeanwendungen haben das Potenzial, die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen erheblich zu verbessern. Ob durch geprüfte DiGAs und DiPAs oder unabhängige Apps, die Vielfalt an digitalen Helfern bietet Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse. Die Integration von virtueller Realität wie Granny Vision und Selbstständigkeitsförderung durch DigiRehab sind bemerkenswerte Beispiele für innovative Ansätze in der Pflege. Die Zukunft der Pflege wird zweifellos von der fortschreitenden Digitalisierung geprägt sein, und wir können gespannt darauf sein, welche neuen Möglichkeiten sich noch eröffnen werden.

Quellen
  1. bfarm.de – Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)
  2. bundesgesundheitsministerium.de – Digitale Pflegeanwendungen
  3. sbk.org – Digitale Pflegeanwendungen (DiPA)
  4. kkh.de – Digitale Pflegeanwendungen – DIPA
  5. bfarm.de – FAQ und Ansprechpersonen
Inhaltsverzeichnis
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